Alte Hasen und junge Küken
Generationswechsel bei der WGR hat begonnen 

Eigentlich gehörte er schon mit zum WGR-Inventar – seit 27 Jahren war Claus Jurochnik Mitarbeiter der Wohnungsgesellschaft. Obwohl sein beruflicher Werdegang ihn zunächst in eine ganz andere Branche führte. Als Schichtleiter begann der studierte Dipl.-Ingenieur (FH) 1976 seine Laufbahn im Stahl- und Walzwerk Riesa. Im Bereich der Kranbaumontage stieg der gebürtige Riesaer durch seine Qualifikation und sein strukturiertes Arbeiten schnell zum Abteilungsleiter und später zum stellvertretenden Bereichsleiter auf. Trotz viel administrativer Aufgaben hatte die Arbeit immer auch eine hohe praktische Komponente und das schätzte der überzeugte Stahl-Riesa-Fan an seiner Tätigkeit. Für ihn gab es daher auch nach der politischen Wende keinen triftigen Beweggrund sich neu zu orientieren.

Mit etwas sanftem Nachdruck seiner Frau bewarb er sich 1991 dennoch auf eine ausgeschriebene Stelle als Abteilungsleiter für technische Hausverwaltung, zu diesem Zeitpunkt noch bei der Gebäudewirtschaft, deren Umwandlung in die GmbH sich gerade vollzog. Für Claus Jurochnik rückblickend betrachtet ein Glücksumstand – für ihn begann damit eine bewegende Zeit, an die er sich gern zurückerinnert. Im Rahmen der Privatisierung wirkte er aktiv an vielen Veränderungsprozessen im Unternehmen mit und verantwortete u. a., die technischen Vorrausetzungen zu schaffen, um die Privatisierungsauflagen aus dem Altschuldenhilfegesetz zu erfüllen. 
Von der Privatisierung zur Wohnungsvermietung
Nach knapp zehn Jahren Privatisierungsbemühungen und der  Veräußerung von 1.317 Wohnungen mit insgesamt 76.185 m² Wohnfläche, wurde die Wohnungsgesellschaft 2001 teilweise von den Altschulden entlastet. Für Claus Jurochnik ergab sich damit ein anderes Betätigungsfeld im Vermietungsservice, indem er kurze Zeit später auf seine neue und langjährige Kollegin Ina Lauke (ehem. Büttner) traf. Als Teil des WGR-Vermietungsteams hat er in über 17 Jahren unzähligen Mietinteressenten Wohnungswünsche erfüllt, immer mit einem feinen Gespür für deren Bedürfnisse und persönliche Lebenssituationen. Da ging es oftmals nicht nur gefühlstechnisch hoch hinaus, sondern auch bei so mancher Wohnungsvorstellung. Speziell im Fall der Penthouse-Wohnungen in der Bahnhofstr. 12-34, die ein Mietinteressent irrtümlicherweise als „Pentagon-Wohnung“ bezeichnete und damit im Vermietungsservice für anhaltendes Schmunzeln sorgte. 

Souverän ging der erfahrene Mitarbeiter auch mit dieser Situation um, so wie mit fast allen Herausforderungen in seinem Arbeitsalltag. Schwerpunkt seiner Tätigkeit lag in den vergangenen Jahren bei der Instandsetzung der Wohnungen für die Neuvermietung und auch dabei konnten sich seine Kolleginnen stets darauf verlassen, dass die Wohnungen pünktlich zur Schlüsselübergabe fertig waren. Nicht selten ein gemeinsamer Kraftakt, denn die Zeitpläne für die Instandsetzungsarbeiten waren eng. „Da kam es auch schon mal vor, dass während der Schlüsselübergabe noch die Reinigung erfolgte“ so der Ruheständler. Umso mehr kam es darauf an, mit den beauftragten Handwerksfirmen an einem Strang zu ziehen und ausreichend zu kommunizieren. 

Eine Empfehlung die Claus Jurochnik seiner Nachfolgerin Anne-Katrin Pilz mit auf den Weg gibt. Die 24-jährige Riesaerin freut sich auf ihr neues Aufgabengebiet, da es genau die Fachgebiete vereint, die der jungen Dipl.-Wirtschaftsingenieurin besonders liegen – Immobilien und Technik! Schon während des Studiums hat sie sich deshalb gezielt für ein Praktikum in der WGR beworben. In mehreren Monaten Praktikumszeit hat Frau Pilz mehrfach bewiesen, dass sie ihr Fachwissen auch praktisch umsetzen kann und konkrete Vorstellungen von durchdachten Bauablaufplänen und einer professionellen Terminkoordination hat. „Natürlich bin ich mir bewusst, dass unvorhergesehene Ereignisse immer eintreffen können und dann auch der beste Zeitplan zu kippen droht“ meint Anne-Katrin Pilz und hofft, in diesem Fall ein ähnliches Improvisationstalent an den Tag zu legen wie ihr Vorgänger.
Für Claus Jurochnik hat sich mit den ersten Tagen des Ruhestandes der Tagesablaufplan indes schon sehr verändert, mit dem Unterschied, das er es jetzt ruhig angehen und die freie Zeit genießen kann. Die Wohnungsgesellschaft wünscht ihm dafür natürlich immer beste Gesundheit und bedankt sich für 27 Jahre zuverlässige, verantwortungsbewusste Arbeit und außerordentliche Einsatzbereitschaft. 

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